25
Okt
Recap: International PHP Conference 2011
“Besser spät als nie”, sagt man doch so schön. Das gleiche gilt nun auch für unseren kleinen Abriss über die International PHP Conference 2011. Gab es doch dieses Jahr schon, denkt ihr? Richtig, nämlich im Frühjahr. Da findet die sogenannte “Spring Edition” statt. Die Hauptkonferenz wird dagegen immer im Herbst zusammen mit der WebTech veranstaltet.
Die IPC ist in der deutschsprachigen PHP-Szene ja inzwischen eine feste Institution. Will man wissen, was das PHP-Umfeld derzeit bewegt und mit den Köpfen, die hinter Projekten wie PHPUnit stecken, ein wenig plaudern, dann ist man hier genau richtig.

Kanban Pizza, agile Pudel und weitere Highlights
Über jede Session zu berichten, die ich besucht habe, würde sicherlich zu lange dauern, daher möchte ich einfach nur auf ein paar kleine “Schmankerl” eingehen. Denn für mich war auf der Konferenz vor allem der “Methoden Day” interessant, bei dem es allerlei Stoff zum Thema Agile & Lean gab.
Besonders interessant war das Kanban Pizza Game von Ralf Kruse (agile42). Dabei durften die Teilnehmer alle mal Pizzabäcker spielen und sich Runde für Runde an die Prinzipien hinter Kanban herantasten. Leider war auf Grund organisatorischer Probleme nicht alles an Material da, was Ralf dafür brauchte. Somit musste ein wenig improvisiert werden. Trotzdem eine tolle Session, die aber auf Grund ihrer Interaktivität mehr als nur “eine Session” war.
Direkt im Anschluss ging Dr. Eberhard Huber darauf ein, was denn “des agilen Pudels Kern” sei. Viel Neues konnte ich hier leider nicht mitnehmen, wobei die Session auch ein gutes Stück zu kurz geraten war. Nichtsdestotrotz waren einige interessante Infos dabei. Darüberhinaus – das war für mich das Highlight – konnte Dr. Huber einige interessante Zahlen präsentieren, welche unterschiedliche Projekterfolge agiler und nicht-agiler Teams veranschaulichten.
Ein weiterer, sehr gelungener Vortrag für diesen Tag kam von Stephan Schmidt (1&1 Internet AG). Er sprach über 23 Dinge, die man für Softwareentwicklung im Team wissen sollte. Von den absoluten Basics, wie einem Versionskontrollsystem, die man eigentlich in jedem Team erwarten würde, ging es hin zu sehr interessanten Dingen, die auch das Zwischenmenschliche betreffen, z.B. wie man Kommunikation anregen kann, und und und. Unterm Strich konnte man hier einige Tipps mitnehmen.
Zuletzt sei noch der Vortrag “Practical DevOps for Developers” von Johann-Peter Hartmann (SektionEins GmbH) genannt, für mich persönlich wohl die Session, aus der ich am meisten mitnehmen konnte. Er erklärte darin schön, was es generell mit dem Thema DevOps auf sich hat und welche Tools dem DevOp zur Seite stehen, um die eigene Infrastruktur dafür möglichst gut aufzubauen oder sinnvolle Infrastruktur-Tests durchzuführen. Er ging dabei thematisch sehr weit in die Breite, ohne aber dabei den Fokus zu verlieren. Eine sehr gelungene Session.
Verlernte Agilität
Ich selbst war auf der Konferenz aber nicht nur als Besucher, sondern auch als Speaker unterwegs. Es hat – wie immer – sehr viel Spaß gemacht, die beiden Sessions zu halten und überwältigend war auch das große Feedback und die zahlreichen Gespräche, die sich hieraus entwickelt haben. Gerade meine Session über “Verlernte Agilität” hat wohl vielen aus der Seele gesprochen und mir gezeigt, wie wichtig der Austausch von Erfahrungen im agilen Umfeld ist.
PHPopstars
Am Dienstagabend gab es dann letztlich noch ein schönes Rahmenprogramm: Gesucht wurden die PHPopstars. Dazu wurde ein paar der Speaker “blind” auf die Bühne geschickt. Zeitfenster: 5 Minuten. Ziel: Haltet einen Vortrag! Worüber? Was auch immer du für vortragenswert hältst!
Sehr cooles Konzept, da vor allem die Bandbreite dieser Spontanvorträge sehr groß war. Schließlich wusste niemand, worüber der andere gerade seinen Vortrag hielt. So ging es über XML-Schema, Vorbeugung des Karpaltunnelsyndroms inklusive Live-Gymnastik bis hin zu all dem, was PHP so richtig schlecht macht, und was PHP dann wiederum ziemlich gut kann. Der Gewinner durfte dann noch spontan ein PowerPoint-Karaoke über das Thema “was macht einen guten Vortrag aus” spielen. Im Anschluss gab es dann die obligatorische Casino Night, in der man bei Black Jack, Poker und Roulette noch den ein oder anderen netten Kontakt knüpfen und sich über die vergangenen Vorträge austauschen konnte.

Bis in 2012!
Zum Schluss bleibt wohl nur noch zu sagen, dass es mal wieder eine sehr gelungene Konferenz war, die besonders durch ihre großartigen Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch mit anderen Leuten zum Highlight wird. Auch das Rahmenprogramm hat Spaß gemacht und so freue ich mich schon wieder auf die Spring Edition im Juni 2012 in Berlin. An dieser Stelle möchte ich auch nochmal dem ganzen Organisationsteam, den Speakern und auch den Besuchern danken.
Anbei finden sich die Folien zu meinen beiden Vorträgen. Alle anderen Folien gibt es – soweit vorhanden – auf der Konferenzseite bei joind.in.
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